Teamworkshops für soziale Berufe

Alle Workshops finden bei euch vor Ort statt, in der Schweiz. Kein Beamer, keine Folien. Wir arbeiten im Raum, im Stehen, miteinander. Für Teams aus Pädagogik, Sozialem, Pflege und Beratung, und für alle, die mit Menschen arbeiten.

So sieht Üben aus

Keine Folien, keine Rollenspiele vor Publikum. Geübt wird im Stehen, zu zweit und alle gleichzeitig. Drei Beispiele:

Die Stimmgabel unter Druck
Jemand kommt näher und wird mit jedem Schritt lauter. Du bleibst in deiner Achse, atmest und sagst einen einzigen Satz. Wir wiederholen, bis der Satz trägt, auch wenn der Druck steigt.

Der Retter geht nach Hause
Für alles, was du aus einem schweren Gespräch mitnimmst, trägst du einen Gegenstand durch den Raum. So wird sichtbar, wie viel du mitschleppst. Dann übst du, was du aufnimmst und was an der Schwelle bleibt.

Drei Schritte zum Satz
Drei Markierungen am Boden: Was ich sehe, was es auslöst, was ich mir wünsche. Du gehst von einer zur nächsten, ein Satz pro Schritt. So kommt Kritik im Team an, ohne zu verletzen.

Angebote

Die heissen Momente üben

Für die Haltung, wenn Wissen nicht mehr reicht

Jemand wird laut, an der Tür, am Telefon, im Zimmer. Ein Nein liegt dir auf der Zunge und kommt nicht. Jemand beschuldigt dich, und die Antwort fällt dir erst abends ein. Für solche Situationen gibt es Kurse, Gesprächsmodelle und Deeskalationsschulungen, die viele Teams bereits absolviert haben. Unter Druck passiert das Alte: Du reagierst hart oder klein. Das liegt nicht daran, dass dir das Wissen fehlt, sondern daran, dass dein Körper die Haltung vorgibt und nicht dein Kopf.

Dort setzen wir an. Kein Phasenmodell, keine Merkblätter, sondern praktisches Üben. Wir üben, wie du stehst, wenn jemand drückt, wie du atmest und wo deine Aufmerksamkeit hingeht. So bleibst du bei dir und trotzdem im Kontakt, auch unter äusserem Druck. Ihr bringt eure Situationen aus dem Alltag mit. Wir trainieren daran zu zweit und in der Gruppe und wiederholen, bis sich etwas verändert, das bleibt. Dazu bekommt ihr einfache Techniken zur Selbstregulation für den nächsten Arbeitstag.

Dieser Workshop ersetzt keine Deeskalations- oder Sicherheitsschulung, und er will es nicht. Er trainiert die Schicht darunter: die Haltung, auf der jede Technik erst funktioniert.

Format: Halbtag (3.5 Stunden) oder Ganztag. Gruppe: 6 bis 20 Personen. Ort: bei euch, es braucht einen Raum mit freier Fläche. Preis: Halbtag CHF 1200 pauschal pro Team, Ganztag CHF 1800, inklusive Vorgespräch mit der Teamleitung.

Keine Bühne, keine Auftritte, kein Rollenspiel-Zwang. Jede Übung ist freiwillig.

Abgrenzen, ohne kalt zu werden

Nähe und Distanz, körperlich geübt statt erklärt

Das Dauerthema aller helfenden Berufe: Die Geschichten der Menschen gehen mit nach Hause, das Abschalten gelingt nicht, und der gut gemeinte Rat, du musst dich besser abgrenzen, hilft nichts, weil niemand zeigt, wie das geht. Es gibt viele Kurse zu Nähe und Distanz. Fast alle erklären Modelle. Wir üben.

Denn eine Grenze ist kein Gedanke, sie ist spürbar: wo du stehst, wie viel Raum du einnimmst, wann dein Körper Stopp meldet, lange bevor du es aussprichst. Wir trainieren, den eigenen Ton zu hören, bevor die Erschöpfung ihn übertönt. Berührbar bleiben, ohne alles aufzunehmen. Mitfühlen, ohne mitzuleiden. Freundlich Nein sagen, mit dem ganzen Körper statt nur mit Worten. Dazu kleine Übungen für den Alltag: vor dem schwierigen Gespräch, nach der harten Schicht, auf dem Heimweg.

Format: Halbtag oder Ganztag, auf Wunsch als Serie von zwei Halbtagen im Abstand von vier Wochen, damit das Geübte im Alltag ankommt. Gruppe: 6 bis 20 Personen. Preis: Halbtag CHF 1200, Ganztag CHF 1800, Serie CHF 2200.

Viel Praxis, wenig Theorie, nichts Esoterisches. Du merkst in der ersten Stunde am eigenen Körper, woran wir arbeiten.

Weitere Themen

Nicht jedes Team drückt am gleichen Ort. Diese Themen baue ich auf Anfrage als Halbtag oder als Schwerpunkt in einen Workshop ein, immer nach dem gleichen Prinzip: üben statt erklären.

Die Stimme, die trägt. Unter Druck wird die Stimme laut, obwohl du es nicht willst, oder dünn, wenn sie Gewicht bräuchte. Stimme folgt dem Körper, und genau dort üben wir: hörbar bleiben ohne laut zu werden, ein Nein, das trägt.

Vor Leuten stehen. Elternabend, Infoanlass, Präsentation vor der Trägerschaft. Ankommen, stehen, atmen, den Raum nehmen statt ihn zu fürchten. Dazu die kritische Frage aus der dritten Reihe. Nicht Rhetorik, sondern Stand.

Übergänge. Eben ein hartes Gespräch, jetzt Znüni, gleich das Telefon. Wer keine Übergänge hat, trägt jeden Moment in den nächsten und abends alles nach Hause. Wir üben die kleinen Schwellen zwischen zwei Momenten, dreissig Sekunden, die man können muss, nicht kennen.

Ankommen lassen. Wenn ständig jemand geht und jemand Neues beginnt, begrüsst man irgendwann nur noch mit halber Hand. Wir üben, was Theaterensembles können, weil sie es ständig müssen: schnell zusammenfinden, ohne jahrelange Vertrautheit.

Zuhören, wenn keine Zeit ist. Zuhören ist das Erste, was unter Druck verloren geht, und das Teuerste. Wie du in zwei Minuten wirklich hörst statt zehn Minuten halb.

Dein Thema ist nicht dabei? Oder ihr hattet eine Schulung und wollt das Gelernte üben? Erzähl mir im Erstgespräch davon. Meistens lässt sich daraus ein Workshop bauen.

Der Bergtag

Teamentwicklung im Gehen

Im Seminarraum redet man über Zusammenarbeit. Am Berg passiert sie. Ihr geht gemeinsam, findet ein Tempo, wartet aufeinander, schweigt zusammen. Geübt wird unterwegs und oben auf der Wiese. Mal im Gehen, mal im Stehen, mal im Kreis im Gras. Draussen, ohne Publikum, mit viel Platz.

Wir sind in Schlappin ob Klosters, einem kleinen Walserdorf mit Bergsee. Von dort geht es durch das Schlappintal zur Schäflerhütte. Die Wege sind breite Schotterwege, ohne steile oder ausgesetzte Stellen. Bergerfahrung braucht es keine, gute Schuhe reichen.

Auf dem Rückweg kehren wir im Berghaus Erika ein.

Was wir üben:

  • Sendestill gehen. Ein Stück Weg ohne ein Wort. Nur hören: den Bach, den Wind, die Schritte der anderen. Danach erzählt ihr euch zu zweit, was ihr gehört habt. Ihr merkt, wie viel ankommt, wenn der eigene Sender einmal aus ist. Genau das fehlt, wenn im Dienst keine Zeit zum Zuhören ist.
  • Die bewegliche Mitte auf dem Schotter. Stehen auf unebenem Boden, jemand drückt sanft gegen die Schulter. Nicht festhalten, sondern nachgeben und zurückfinden, wie ein Baum im Wind. So stehst du auch, wenn am Telefon jemand lauter wird: beweglich statt steif, und trotzdem nicht umgeworfen.
  • Der Eigenruf über die Wiese. Zuerst den eigenen Ton finden, dann über die Distanz ein klares Nein oder eine Ansage schicken, bis es drüben ankommt. Ohne zu schreien, mit dem ganzen Körper. Wer sich hier draussen Gehör verschafft, findet den Ton auch drinnen wieder.

So läuft der Tag: Anreise mit der Bahn bis Klosters Dorf, mit dem Alpentaxi hinauf nach Schlappin. Rund 2-3 Stunden Gehzeit bis zur Hütte, gleich viel zurück, dazwischen viel Zeit für Übungen und Essen.

Saison: Juni bis Oktober. Bei schlechtem Wetter verschieben wir kostenlos.

Gruppe: 6 bis 20 Personen. Preis: CHF 1800 pauschal pro Team, inklusive Vorgespräch mit der Teamleitung. Anreise, Alpentaxi, Hütte und Konsumation nicht inbegriffen.

Vortrag

Resonanz als Haltung. Der Einstieg für Teamtage

Du willst einen Teamtag mit Input? Ein Vortrag, der nicht nur redet, sondern zeigt. Wir sprechen über Resonanz, Haltung und darüber, warum Hören unter Druck so schwer ist. Ihr erlebt es am eigenen Körper. Format: 90 Minuten oder zwei Stunden, bei euch vor Ort. Gruppe: bis 30 Personen. Preis: CHF 600.

Häufige Fragen

Klassische Trainings vermitteln Wissen, und das braucht es. Hier kommt der zweite Schritt: Ihr übt dieses Wissen, bis es auch unter Druck da ist. Wir arbeiten mit dem Körper, mit Improvisation und an euren echten Situationen.

Für alle, die mit Menschen arbeiten und spüren, dass da mehr möglich wäre. Egal ob im sozialen Bereich, in der Führung, im Team. Es braucht keine Vorkenntnisse, nur die Bereitschaft, sich wirklich einzulassen.

Einen Satz, der unter Druck hält. Ein Gespür dafür, wann deine Grenze erreicht ist. Kleine Übungen für den nächsten Arbeitstag: vor dem schwierigen Gespräch, nach der harten Schicht, auf dem Heimweg. Und die Erfahrung, dass du im schwierigen Moment anders reagieren kannst als bisher.

Schritt 1: Du meldest dich. Kurzes Erstgespräch, wir schauen gemeinsam, was zu euch passt.

Schritt 2: Wir fixieren einen Termin, den Ort, das Format (Halbtag oder Ganztag), die Gruppengrösse, dein Budget.

Schritt 3: Ihr macht mit. Danach reden wir kurz über das, was sich bewegt hat. Fertig.

Der Ablauf: Der Tag beginnt mit einer kurzen Einführung in Resonanz und was sie mit dem Körper zu tun hat. Dann geht es sofort in die Praxis. Übungen aus der Improvisation, Körperarbeit, Embodiment und echte Situationen aus dem Alltag, die wir zusammen spielerisch ausprobieren, umdrehen.

Zwischendurch Austausch in der Gruppe. Am Ende weisst du, was Resonanz in deinem Körper bedeutet. Nicht als Konzept, sondern als Erfahrung.

Dauer: Halbtag oder Ganztag, in kleinen Gruppen.

Schreib mir über das Kontaktformular oder an matthias@resonanzkommunikation.com. Ich melde mich innerhalb von zwei Arbeitstagen.

Nein. Es wird geübt, nicht aufgeführt. Viel Praxis, wenig Theorie. Keine Bühne, keine Vorführung, kein Rollenspiel-Zwang. Geübt wird viel zu zweit und alle gleichzeitig, jede Übung ist freiwillig.

Ich bin Schauspieler und Regisseur, und ich arbeite gleichzeitig als Teamleiter in einer sozialen Institution. Das ist die seltene Kombi: Ich kenne deine Welt von innen, die Erschöpfung, die Fragen um Nähe und Distanz, die Grenzen, und ich trainiere Haltung, wo sie brüchig wird. Zusätzlich kann ein Assistent, ein Schauspieler, gebucht werden.

Mehr über meinen Weg findest du hier.

Die meisten Trainings erklären dir, was du tun sollst. Das ist wertvoll, aber unter Druck fällt das auseinander. Dieser Workshop trainiert deine Haltung, wenn es eng wird: wie du mit Nähe und Distanz umgehst, wie du nicht erschöpft von deiner Arbeit nach Hause kommst, wie du Grenzen setzt ohne kalt zu werden. Das sind keine Techniken zum Auswendiglernen, sondern etwas, das in deinem Körper sitzt. Und genau darum geht es hier.

Die Preise stehen bei jedem Angebot, pauschal pro Team, Vorgespräch mit der Leitung inklusive. Die Anzahl Personen ändert den Preis nicht. Alle Preise verstehen sich inklusive MwSt. Im Raum Zürich, Basel, Luzern und Zug ist die Anreise im Preis. Für weitere Wege verrechne ich die Bahnkosten. Beim Bergtag sind Bahn, Alpentaxi und Hüttengebühr nicht inbegriffen. Ein zweiter Schauspieler als Assistent kostet CHF 500 pro Tag. Du bekommst die Rechnung nach dem Workshop, zahlbar innert 30 Tagen. Das Erstgespräch und die Organisation sind kostenlos.

Bis 2 Wochen vorher ist die Absage kostenlos, danach verrechne ich 50 Prozent, ab 3 Tagen vorher den vollen Preis. Beim Bergtag verschieben wir bei schlechtem Wetter kostenlos.

Plane 6 bis 8 Wochen Vorlauf ein, für den Bergtag (Juni bis Oktober) etwa 3 Monate. Ich bin unter der Woche, auch abends und auch am Samstag frei. Schreib mir deinen Wunschtermin und zwei Alternativen, ich melde mich innert zwei Arbeitstagen.