Der Vater am Telefon wird lauter.

Das Nein liegt dir auf der Zunge und kommt nicht. Zwei fehlen im Dienst. Und du bleibst trotzdem freundlich.

Für diese Momente reichen Gesprächsmodelle nicht. Ich probe sie mit dir und deinem Team, bis deine Haltung trägt, wenn dir die Sätze wegbrechen.

Matthias Beyerle. Teamleiter in einer sozialen Institution am Zürichsee und ausgebildeter Schauspieler.

Alle Workshops finden bei euch vor Ort statt, in der Schweiz. Kein Beamer, keine Folien. Wir arbeiten im Raum, im Stehen, miteinander. Für Teams aus Pädagogik, Sozialem, Pflege und Beratung, und für alle, die mit Menschen arbeiten.

Übung im Workshop

Angebote

Die heissen Momente proben

Für die Haltung, wenn Wissen nicht mehr reicht

Jemand wird laut, an der Tür, am Telefon, im Zimmer. Ein Nein liegt dir auf der Zunge und kommt nicht. Eine Anschuldigung trifft dich, und die Antwort fällt dir erst abends ein. Für solche Situationen gibt es Kurse, Gesprächsmodelle, Deeskalationsschulungen, und viele Teams haben sie besucht. Und trotzdem passiert unter Druck das Alte: Man wird hart, oder man wird klein. Nicht weil das Wissen fehlt, sondern weil Haltung nicht im Kopf sitzt, sondern im Körper.

Genau dort setzen wir an. Kein Phasenmodell, keine Merkblätter, sondern üben: wie du stehst, wenn jemand drückt, wie du atmest, wo deine Aufmerksamkeit hingeht, wie du bei dir bleibst und trotzdem im Kontakt. Ihr bringt eure echten Situationen mit, und wir trainieren an ihnen, zu zweit, in der Gruppe, mit Wiederholung, bis sich etwas verändert, das bleibt. Dazu einfache Techniken zur Selbstregulation für den nächsten Arbeitstag.

Dieser Workshop ersetzt keine Deeskalations- oder Sicherheitsschulung, und er will es nicht. Er trainiert die Schicht darunter: die Haltung, auf der jede Technik erst funktioniert.

Format: Halbtag (3.5 Stunden) oder Ganztag. Gruppe: 6 bis 20 Personen. Ort: bei euch, es braucht nur einen Raum mit freier Fläche. Preis: Halbtag CHF 1200 pauschal pro Team, Ganztag CHF 2000, inklusive Vorgespräch mit der Leitung.

Keine Bühne, keine Vorführung, kein Rollenspiel-Zwang. Geübt wird viel zu zweit und alle gleichzeitig, jede Übung ist freiwillig.

Abgrenzen, ohne kalt zu werden

Nähe und Distanz, körperlich geübt statt erklärt

Das Dauerthema aller helfenden Berufe: Die Geschichten der Menschen gehen mit nach Hause, das Abschalten gelingt nicht, und der gut gemeinte Rat, du musst dich besser abgrenzen, hilft nichts, weil niemand zeigt, wie das geht. Es gibt viele Kurse zu Nähe und Distanz. Fast alle erklären Modelle. Wir üben.

Denn eine Grenze ist kein Gedanke, sie ist spürbar: wo du stehst, wie viel Raum du einnimmst, wann dein Körper Stopp meldet, lange bevor du es aussprichst. Wir trainieren, den eigenen Ton zu hören, bevor die Erschöpfung ihn übertönt. Berührbar bleiben, ohne alles aufzunehmen. Mitfühlen, ohne mitzuleiden. Freundlich Nein sagen, mit dem ganzen Körper statt nur mit Worten. Dazu kleine Übungen für den Alltag: vor dem schwierigen Gespräch, nach der harten Schicht, auf dem Heimweg.

Format: Halbtag oder Ganztag, auf Wunsch als Serie von zwei Halbtagen im Abstand von vier Wochen, damit das Geübte im Alltag ankommt. Gruppe: 6 bis 20 Personen. Preis: Halbtag CHF 1200, Ganztag CHF 2000, Serie CHF 2400.

Viel Praxis, wenig Theorie, nichts Esoterisches. Du merkst in der ersten Stunde am eigenen Körper, woran wir arbeiten.

Bergtag und Vortrag bleiben wie in der letzten Fassung. Und ins Leitungs-FAQ kommt eine neue Frage, die aus dem Marktbefund direkt folgt und dir Türen öffnet statt schliesst:

Frage: Wir hatten schon eine Deeskalations- oder Kommunikationsschulung. Was bringt das hier zusätzlich?
Antwort: Genau dann passt es. Solche Schulungen geben Wissen und Technik, und beides ist wertvoll. Dieser Workshop trainiert die Ebene, auf der Technik erst abrufbar wird: die eigene Haltung unter Druck. Viele Teams erleben, dass das Gelernte im Ernstfall wegbricht, nicht weil die Schulung schlecht war, sondern weil Haltung Übung braucht, nicht Erklärung. Wir bauen auf dem auf, was euer Team schon kann.

Weitere Themen

Nicht jedes Team drückt am gleichen Ort. Diese Themen baue ich auf Anfrage als Halbtag oder als Schwerpunkt in einen Workshop ein, immer nach dem gleichen Prinzip: üben statt erklären.

Die Stimme, die trägt. Unter Druck wird die Stimme laut, obwohl du es nicht willst, oder dünn, wenn sie Gewicht bräuchte. Stimme folgt dem Körper, und genau dort üben wir: hörbar bleiben ohne laut zu werden, ein Nein, das trägt.

Vor Leuten stehen. Elternabend, Infoanlass, Präsentation vor der Trägerschaft. Ankommen, stehen, atmen, den Raum nehmen statt ihn zu fürchten. Dazu die kritische Frage aus der dritten Reihe. Nicht Rhetorik, sondern Stand.

Übergänge. Eben ein hartes Gespräch, jetzt Znüni, gleich das Telefon. Wer keine Übergänge hat, trägt jeden Moment in den nächsten und abends alles nach Hause. Wir üben die kleinen Schwellen zwischen zwei Momenten, dreissig Sekunden, die man können muss, nicht kennen.

Ankommen lassen. Wenn ständig jemand geht und jemand Neues beginnt, begrüsst man irgendwann nur noch mit halber Hand. Wir üben, was Theaterensembles können, weil sie es ständig müssen: schnell zusammenfinden, ohne jahrelange Vertrautheit.

Zuhören, wenn keine Zeit ist. Zuhören ist das Erste, was unter Druck verloren geht, und das Teuerste. Wie du in zwei Minuten wirklich hörst statt zehn Minuten halb.

Dein Thema ist nicht dabei? Erzähl mir im Erstgespräch, wo es bei euch drückt. Meistens lässt sich daraus ein Workshop bauen.

Workshop

Du lernst hier keine Techniken, die du dann anwenden musst. Du trainierst eine Haltung, die sich im Körper verankert. Was sich im Körper verändert, verändert sich wirklich. Was nur im Kopf bleibt, verpufft eine Woche später.

Für alle, die mit Menschen arbeiten und spüren, dass da mehr möglich wäre. Egal ob im sozialen Bereich, in der Führung, im Team oder im Einzelgespräch. Es braucht keine Vorkenntnisse, nur die Bereitschaft, sich wirklich einzulassen.

Du gehst raus mit etwas, das sich schwer beschreiben lässt, aber sofort spürbar ist. Eine neue Art, im Raum zu sein. Die Fähigkeit, in jeder Situation zu antworten statt zu reagieren. Mehr Leichtigkeit, auch wenn es schwierig wird. Und die Erfahrung, dich selbst zu überraschen.

Fehler fühlen sich plötzlich anders an. Nicht wie Niederlagen, sondern wie Einladungen. Schwierige Situationen werden zu Material, mit dem du kreativ und situativ umgehen kannst.

Und dann öffnen sich Spielräume, die vorher nicht da waren. Im Gespräch, im Team, im Alltag. Nicht weil du etwas gelernt hast. Sondern weil du anders da bist.

Der Tag beginnt mit einer kurzen Einführung in Resonanz und was sie mit dem Körper zu tun hat. Dann geht es sofort in die Praxis. Übungen aus der Improvisation, Körperarbeit, echte Situationen aus dem Alltag, die wir zusammen spielen, ausprobieren, umdrehen.

Zwischendurch Austausch in der Gruppe. Am Ende des Tages weisst du, was Resonanz in deinem Körper bedeutet. Nicht als Konzept, sondern als Erfahrung.

Dauer: 1 bis 2 Tage, in kleinen Gruppen, auf Anfrage auch als Wanderung in den Alpen.

Nein, absolut nicht. Du brauchst keine Vorkenntnisse. Wichtig sind Neugier und Offenheit. Die Methoden aus der Improvisation nutzen wir als Übungsraum für echte Begegnung, nicht als Performance. Du musst nichts vorspielen oder dich darstellen. Es geht darum, authentisch zu sein und deine natürliche Resonanzfähigkeit wiederzuentdecken.

Matthias Beyerle leitet die Workshops. Er bringt 30 Jahre Erfahrung aus dem Schauspiel und über 10 Jahre gelebte Praxis mit Resonanzkommunikation im Berufsalltag mit. Was er lehrt, hat er nicht aus Büchern, sondern aus echten Begegnungen, auf der Bühne, im Team, in schwierigen Momenten.

Mehr über seinen Weg findest du hier.

Die Kosten richten sich nach Format, Dauer und Gruppengrösse. Für ein erstes Gespräch meld dich einfach. Wir schauen gemeinsam, was passt.